Ghost Abend: Bruno S. (1932-2010)

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Angelegt von nina
Beginn Donnerstag, 30. September 2010, 21:00 Uhr
Ende Freitag, 1. Oktober 2010, 01:00 Uhr
Ort Puerto Giesing
Raum 1. OG Kantine

Beschreibung

Donnerstag und Freitag quetschn Sie sich bittschön in den Hertie aka Puerto Giesing / Tegernseer Landstr. 64:

Do 30.09.
21 Uhr

GHOSTABEND 

mit Federico Sanchez, Edith Mirwald & Anna McCarthy über: BRUNO S.

Bruno S. - Strassenmusikant, Maler, Schauspieler, Kuenstler.

Bruno S. war sein Künstlername. Sohn einer Prostituierten und ex Straefling. Zwei Filme hatte er mit Herzog gedreht. Der erste machte ihn kurz weltberühmt. Er spielte die Rolle seines Lebens, den Kaspar Hauser in „Jeder für sich und Gott gegen alle“. Da saß er beim Filmfestival in Cannes vor großem Publikum, als Hauptdarsteller eines außerordentlichen Films. „Ich habe heute zum ersten Mal das Meer gesehen“, sagten Bruno S. und Kaspar Hauser, und durch die Ränge ging ein Raunen. Jetzt bin ich angekommen im Leben der anderen, dachte Bruno, und Teil einer großen Filmfamilie. Kinski schnappte ihm die Rolle in Woyzeck weg, Herzog schrieb ihm noch eine Rolle als Entschuldigung innerhalb von einer Woche auf dem Leib: Stroszek, danach war es mit dem Ruhm vorbei.
Bruno S. kehrte zurück in sein Berliner Schicksal, das eines Gedankenschweren und Vereinsamten, eines Alkoholikers und Außenseiters. Manche hielten ihn für einen Autisten. Auf Herzog war er nicht mehr gut zu sprechen: „Bruno ist doch nur ein Wegwerfartikel.“

in Anwesenheit des Geistes und Filmvorfuehrung von STROSZEK (r: werner herzog, mit u.a. eva mattes).

Der Straßensänger Stroszek (Bruno S.) wird in Berlin aus dem Gefängnis entlassen. Es ist nicht das erste Mal. Mit Eva, der Streunerin" und seinem Nachbarn Herrn Scheitz verbündet er sich zu einem bizarren Trio, um in den USA "das Glück zu suchen". In Plainsfield, Wisconsin, nahe der kanadischen Grenze, finden sie es: Während draußen die Herbstkälte durch alle Knochen zieht, sitzen sie gemütlich in einem warmen, 21 Meter langen Wohnwagen mit Farbfernseher. Doch wie immer ist das Glück nicht von Dauer. Als sie ihren Bankkredit nicht mehr zahlen können, wird der Wohnwagen versteigert. Aus ist's und kalt ist's. Und Eva verläßt Stroszek. In ihrer Not bleibt Stroszek und Herrn Scheitz nur noch ein Überfall. Mit den erbeuteten 22 Dollar gehen sie im Supermarkt gegenüber erst mal einkaufen. Herr Scheitz hat kein Glück dabei. Nach über tausend Meilen Fahrt treffen wir Stroszek im indianischen Reservat Cherokkee in North Carolina wieder. Er gibt gerade seine letzten drei Dollar für einen Imbiß aus. Die Suche nach dem Glück ist vorbei. Sein Gesicht hat einen heiteren erleichterten Ausdruck."