hitApic
Raum bei Puerto Giesing: 306
HitApic in Puerto Giesing
Wolfgang Filser
"Eigentlich bin ich Archäologe. Ich habe ich Klassische Archäologie in München, Florenz und Rom studiert und promoviere momentan an der HU in Berlin. Seit Januar 2009 bin ich Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Zur Fotografie kam ich über Umwege: Zunächst hat mich Manus Leidenschaft für analoge Fotografie recht schnell in den Bann geschlagen und dazu geführt, dass sich diese von da an gegenseitig kontinuierlich steigerte. Gewiss ist es aber auch meine kunstgeschichtliche Ausbildung als Archäologe, die mir die Augen für visuelle Ausdrucksformen im Allgemeinen und auch die Fotografie im Besonderen, da diese ein essentielles Arbeitsmittel der Archäologie darstellt, geöffnet hat. Hinzu kommt die praktische Seite: Auf etlichen Ausgrabungen und Studienreisen eröffnet sich mir die
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Gelegenheit, Orte, Landschaften und Menschen intensiv kennenzulernen und zu fotografieren."
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Manuel da Coll:
"Eigentlich bin ich Musiker. Ich spiele Schlagzeug bei den Bands LaBrassBanda und POLLYester. Fotografie ist eine Leidenschaft, die vor 15 Jahren mit dem dem Kauf einer "Flohmarkt-Kamera" begonnen hat. Auf dem ersten verschossenen Film befand sich ein Negativ, dass auch jetzt noch zu meinen Lieblingsbildern gehört und so war ich ad hoc von der Sache begeistert. Die meisten Fotos entstehen spontan auf
http://www.hit-a-pic.de/brassbanda/brassbanda.html
Tour und nur selten habe ich meine Fotos bisher inszeniert. Dies soll sich mit dem Projekt in Puerto Giesing ändern. Hier werden Szenen nachgestellt, abfotografiert und zu einer Reportage/Dokumentation kombiniert. Wunderbar, dass wir die Fotos im Gebäude schiessen, entwickeln und aus den Negativen Abzüge erstellen können. Ich freu mich auf die Arbeit."
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hitApic
Seit drei Jahren betreiben sie das Fotografieprojekt HYPERLINK "http://hit-a-pic.de/"hitApic. Auf dem Wendepunkt zwischen der „analogen“ und der „digitalen“ Welt geht es ihnen darum, klassische Fotografie mit durchweg analoger Ausrüstung zu betreiben. Einen hohen Stellenwert nimmt hierbei die halbautomatische, intuitive Bildentstehung ein, für die sich der analoge Apparat vorzüglich eignet. Fotografie als physisches Abbild eines nicht wiederholbaren Augenblicks (dokumentarisch), bzw. als Alternative zur Malerei (künstlerisch). Wichtigste Inspiration ist ihnen die surrealistische Fotografie der 20er und 30 Jahre.
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hitApic und Puerto Giesing
Bereits in den letzten Tagen des Kaufhauses hatten hitApic damit begonnen, Verfall und neue Geschichte des Hauses zu dokumentieren.
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Damals fotografierten sie inmitten des auf dem Boden umherliegenden Inventars, das, aus den Schränken und von den Wänden gerissen, nun den Scharen der Schnäppchenjäger feilgeboten wurde. Die Endzeitstimmung versuchten sie anhand porträtartiger Aufnahmen der verstümmelten Schaufensterpuppen einzufangen. Die Arbeiten wurden schließlich wenige Monate später auf einer Ausstellung in Regensburg gezeigt. Ihr Ziel ist es, weiter die nun kulturelle Nutzung des Gebäudes bis zu seinem Abriss zu dokumentieren, den Bau für eigene fotografische Konzepte zu nutzen, und mithilfe der ehemaligen Mitarbeiter eine Fotoserie zu erstellen. All dies soll in einer Ausstellung im Sommer publiziert werden, wobei hiApic auch auf eine Zusammenarbeit mit den anderen Künstlern von Puerto Giesing hoffen. Ausserdem haben sie sich Erwin Rittenschober mit ins Boot geholt, mit dem sie gemeinsam im Hertie fotografieren, entwickeln und printen, von dessen Erfahrung sie ungeheuer profitieren.
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Manuel da Coll, Wolfgang Filser
hitApic – die analoge Fotogalerie
